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Lesermeinungen










LESERBRIEFE

Es gibt gute deutsche Speedwayfahrer
Leserbrief Anton Löffler in BSA 2/09, S. 33
Mit der Meinung des Herrn Löffler kann ich mich nicht anfreunden, denn in Deutschland (meiner Heimat) gibt es mehrere gute Speedwayfahrer, die das Zeug haben, in der WM mitzufahren. Tobias Kroner z.B., der in Ipswich in der Speedwayliga fährt (auch 2009 wieder unter Vertrag in Ipswich) oder auch Martin Smolinski oder Christian Hefenbrock hätten die Möglichkeit in der WM mitzufahren und ich schätze, dass auch in den nächsten Jahren noch einige dazu kommen könnten. Deshalb bin ich der Meinung, dass in Deutschland ein GP gefahren werden könnte.
Zu Schalke: Hier war nicht Deutschland schuld, sondern ganz alleine Ole Olsen mit seinen Leuten, die die Bahn nicht hinbekamen.
Herr Löffler vertrat die Meinung, dass wir keinen Egon Müller mehr haben, das ist richtig (fährt zumindest nicht mehr). Egon hat 1983 die Weltmeisterschaft in Norden gewonnen, was, schätze ich, auch nur in Norden möglich gewesen ist und für diesen Titel gebührt im Respekt. Wenn Herr Löffler der Meinung ist, dass alles, was wir in Deutschland an Speedwayfahrern haben, Schrott ist, dürfte er mit seiner Meinung wohl ziemlich alleine stehen. Außerdem ist dies eine Beleidigung der guten Speedwayfahrer, die wir in Deutschland haben. Herr Löffler sollte sich lieber auf seinem Sofa hinterm Fernseher verkriechen, aber höchstwahrscheinlich ist er einer von denen, die auf der Rennbahn (wenn er überhaupt noch hingeht) den Fahrern auf die Schulter klopft, um sich wichtig zu machen.
Egon Deschner, 17 Washingley Road,
Folksworth, Peterborough, Cambridgeshire, PE7 3SY, England



Ihre Meinung


Kurze Berichte
Sie baten um eine ehrliche Meinung bezüglich der SGP-Berichterstattung. Hierzu kann ich Ihnen mitteilen, dass eine kurze Berichterstattung über die einzelnen Rennen völlig ausreicht – in dem Maße ausreicht wie der (leider) heutzutage meist kurze Bericht über ein interessantes Langbahnrennen. Ich würde mir, und da spreche ich wahrlich nicht alleine, eine ausführlichere Berichterstattung über den Langbahnsport wünschen. Zumeist wird der Langbahnsport nur noch kurz angesprochen. Das finde ich sehr schade, da es viele Langbahnfans gibt, die sehr viel mehr über diese Disziplin lesen möchten. Warum findet der Leser kaum Interviews und Steckbriefe über Langbahnsportler? Es gibt eine Menge Fahrer und Fahrerinnen, die man befragen könnte und bei denen der Aufwand mit Sicherheit auch weniger groß wäre als bei einem Spitzenfahrer aus dem Speedwaysektor. Mich persönlich interessieren auch die Fahrer, die gerade mit dem Sport begonnen haben (z.B. Sven Mannott). Diese Fahrer und Fahrerinnen werden mit Sicherheit gern Rede und Antwort stehen – gleichzeitig würde dies mit ziemlicher Sicherheit auch eine Motivationsspritze für die Fahrer darstellen. Da wir für die nächsten Jahre einen Race-Koordinator im Langbahnsport bekommen, fände ich es mehr als passend, den Langbahnsport etwas mehr in den Fokus zu stellen und dies als eine Chance anzusehen, um diese Disziplin voranzubringen.
Torsten Zech

Blamable Art
Auch wir waren mit zehn Fans aus Mecklenburg nach Gelsenkirchen gereist. Die Enttäuschung war groß, zum einen über die Absage, zum anderen aber auch über die unwürdige (blamable) Art der Absage. Gekrönt wurde diese Absage noch durch mein Schreiben vom 24.10.2008 an die FIM. Hierauf habe ich bis heute keine Antwort erhalten. Genauso wird es Richard van Düllen (BSA 12/08) mit seiner Bitte an Ole Olsen gehen. Ich habe noch keine offizielle Reaktion von Verantwortlichen, hier insbesondere Ole Olsen als Bahnverantwortlicher, gelesen oder gehört. Auch vonseiten der BSI, Paul Bellamy, ist nichts zu hören. Am 13.02.2008 hatte ich 410,24 Euro überwiesen, am 3.11.2008 wurden 375,62 Euro rückerstattet. Was ist mit der Differenz von 34,62 Euro, habe ich die etwa in den Sand gesetzt? Auch die Freikarten hatte ich termingerecht bestellt mit der Bitte um Bestätigung. Bis heute ging keine Bestätigung hierzu ein.
Udo Bürge

Warum D-GP?
Warum sollte Deutschland einen Speedway-GP bekommen, wir haben ja nicht mal einen Fahrer! Wir sind im Speedway nicht einmal 3. Wahl! Wir haben überhaupt keinen Speewday-GP verdient!
Anton Löffler
PS: Wir haben keinen Egon Müller mehr – alles andere ist Schrott!

Schnapsidee
Herzlichen Glückwunsch zu der Schnapsidee, in Zukunft über Bahnsportveranstaltungen nur dann ausführlich zu berichten, wenn deutsche Fahrer daran beteiligt sind. Wenn man in der Vergangenheit die „editorial“-Beiträge aufmerksam gelesen hat, wundert man sich allerdings nicht. Die Attraktivität einer Sportart scheint davon abzuhängen, ob deutsche Sportler erfolgreich sind (Rodeln, Eiskunftlaufen und vielleicht bald auch Nasenbohren oder Fingerhakeln), auch wenn einem beim Zuschauen die Füße einschlafen. Bei den Langbahnrennen werden die deutschen Fahrer, von einigen ausländischen „Farbtupfern“ abgesehen, bald unter sich sein. Eine Langbahn-WM ist für mich dann eine Farce. Ich hatte Gelegenheit, viermal ein Speedway-Einzelfinale im Londoner Wembley-Stadion zu erleben. Dagegen kann man tatsächlich einen Langbahn-GP auf den Müll werfen. Es ist schade, dass man im Bahnsport, der sich in der Öffentlichkeit hinsichtlich seiner Bedeutung im Vergleich zu anderen, viel unattraktiveren Sportarten sowieso schwer tut, auch noch die einzelnen Disziplinen gegeneinader ausspielt. Ich lese Bahnsport aktuell (früher Bahnsport Report) seit 1970 und hoffe, mein Abonnement nicht zum Ende kommenden Jahres kündigen zu müssen.
August Hofbauer

Was soll das?
Schwachsinn Nr. 1: Wie kann man eine solche Leserumfrage starten? Der Speedway-GP ist nun mal die Nummer 1 in Sachen Bahnsport. Wenn Bahnsport aktuell die Nummer 1 bleiben will, dann muss sie auch vom Nummer-1-Event nach wie vor berichten.
Schwachsinn Nr. 2: Die Bundesligasaison 2008 war ja wohl die spannendste, die es ja gab, oder? Warum sollte das geändert werden. Nur die U19/U21-Fahrer müsste man richtig in die Mannschaft einbauen. Die Rennen der U19-/ U21-Fahrer waren fast immer gleich. Das Paarsystem macht nur dann Sinn, wenn man es genau wie in Polen austrägt! Sprich: Jeder gegen jeden (pro Veranstalter zirka acht Rennen) bei acht Teams.
Schwachsinn Nr. 3: Systemvergleich von Thomas Schiffner (BSA 1/09, S. 3). Mensch Thomas, du hattest auch schon mal bessere Ideen!
Robert Eitler

Unverständlich
Selbstverständlich möchte ich auch weiterhin über die Speedway-GP in vollem Umfang informiert werden. Mein Interesse gilt dem Speedwaysport an sich, unabhängig davon, wo ein Rennen stattfindet und wer am Start ist. Die Weltmeisterschaft ist nun einmal die höchste Klasse und die Qualität der WM wird nicht davon beeinflusst, ob nun ein GP in Deutschland stattfindet oder nicht. Im Übrigen ist mir der Grund dieser Umfrage völlig unverständlich, fast erscheint sie mir wie ein Aprilscherz. Ständig wird beklagt und kritisiert (gerade auch von Bahnsport aktuell), dass es in den deutschen Medien kaum eine Berichterstattung über Bahnsport gibt. Und nun will auch das einzige Fachblatt hierzulande die Bericherstattung von der WM einstellen? Genau das Gegenteil sollte der Fall sein: Wenn es an der WM offensichtlich etwas zu kritisieren gibt, dann sollte Bahnsport aktuell das auch aktiv tun und nicht wegsehen und abwarten, ob sich die Dinge vielleicht von selbst bessern! Recht geben kann ich Ihnen lediglich in dem Punkt, dass ein Rennbericht „Heat für Heat“ nach zum Teil vier bis fünf Wochen nicht mehr interessant ist. Aber das Geschehen im Umfeld, die Hintergründe usw., davon gilt es, ausführlichst zu berichten.
Ingo Baumgartner

Unsachgemäß
Nach dem Schalke-Debakel 2008 ist die Stimmung in Speedway-Deutschland gegenüber dem GP-Veranstalter zu Recht nicht gut. Einen Ausstieg aus der GP-Berichterstattung halte ich aber für unsachgemäß. In drei oder fünf Jahren sieht der Speedway-Zirkus vielleicht ganz anders aus und ich als Fan bin nicht informiert. Der Konflikt muss auf höherer Ebene geklärt und gelöst werden. Eine Report-Sperre wäre für mich nur eine Form des Protestes gegen die Streichung des GP-Rennens in Deutschland. Wen beeindruckt dieser Protest? Die Speedway-Weltbühne soll in Bahnsport aktuell weiter zu Wort kommen! Wir sollten langfristig, in weiten Zeiträumen denken.
Michael Brenzel

Die Zukunft ist da
Die Berichterstattungen über den SGP dürfen auf keinen Fall gekürzt werden. Der SGP ist nun mal das größte Aushängeschild des internationalen Bahnsports. Wenn die Berichte verkürzt oder ganz ausbleiben, werden viele Leser Ihre Fachzeitschrift abbestellen. Auch wenn Deutschland im SGP zurzeit nichts und im internationalen Bahnsport nur eine untergeordnete Rolle spielt, bin ich der Meinung, die Zukunft ist angekommen. Das soll heißen, wer guten Speedwaysport auf WM-Basis sehen will, sollte nach Polen, Dänemark, Tschechien, Schweden und bald auch nach Russland und Kroatien fahren. Der richtige Fan tut dies schon seit Langem.
Torsten Fiedler

Falsch aufgezogen
Ob es überhaupt sinnvoll war, zwei Speedwayrennen (2007/2008) in solch einer großen Arena wie in Gelsenkirchen durchzuziehen, bleibt nach wie vor bedenkenswert! Viele Zuschauer bemerken seit vielen Jahren die sukzessive Abnahme des Interesses am Motorsport überhaupt. Wo sind sie denn geblieben, die vielen kleinen Rennen? Bereits in den 60er Jahren fuhren die Junioren ihre Straßenrennen vor absolut leeren Rängen auf dem Hockenheimring. Oder zur Erinnerung: 1976 fand letztmalig auf der Insel Manx ein internationales Rennen statt. Klar, noch heute werden dort Rennen gefahren, aber die Sache ist wertlos geworden. Würde die Berichterstattung über das internationale Speedwaygeschehen aufgegeben, stirbt bei uns ein Stückchen weiter der Motorradsport. Dass der Bahnsport in Deutschland jedoch noch immer einen nennenswerten Stellenwert hat, zeigen manche Langbahnveranstaltungen, obwohl die Langbahnrennen keine 20.000 Zuschauer mehr anlocken. Ob künftig nochmals bis zu 25.000 Zuschauer – wie in Scheeßel vor etlichen Jahren – anreisen werden, hängt von der weiteren Entwicklung des Bahnsportes ab. Der Motorrad-sport wird dazukommend immer mehr zur Volksbelustigung, ohne Barometerfunktion der Technik, wie es früher mal war! Rasenmäher- oder NSU-Quicklyrennen, auf alles was sich irgendwie bewegen lässt, werden Rennen gefahren! Es kann nicht oft genug gesagt werden, Bahnsport ist der breiten Motorradfahrergeneration sowie der Allgemeinheit völlig unbekannt. Die Campusläufergeneration als sogenannte heutige Führungselite hat für Motorradsport oder gar Bahnsport nur noch ein müdes Lächeln übrig – sind gleichwohl zur Studentenzeit mit ihren Yamaha XT 500 etwas unangepasst zum Campus gefahren. Ob Drachenfliegen oder Gummibandstrangulation – egal, schnell muss es gehen – sonst nix! Die großen Vierzylindergespanne, die nicht linksrum, sondern rechtsrum driften, sind zumindest ein Anfang, den Bahnsport auf etwas andere Beine zu stellen. Überlasst die Berichterstattung des Speedway-GP nicht anderen Leuten, es wird sicherlich auch mal wieder besser. Jetzt erst recht …!
Cord Nacke

Unprofessionell
Herr Olsen, das war höchst unprofessionell! Generell möchte ich mich den Fragen und der Meinung des Herrn van Düllen (Leserbrief in Ausgabe 14) anschließen.
Noch am Vortag des Rennens auf Schalke habe ich den Newsletter von IMG erhalten, in dem Egon Müller die GP-Serie lobte. In diesem Zusammenhang wurde auch die professionelle Arbeit von Ole Olsen gelobt. Doch nach der Absage des Schalke-GP muss man diese Meinung revidieren. Nach dem Rennen im letzten Jahr hatte ich gelesen (leider weiß ich die Quelle nicht mehr genau), dass der Belag nach dem Ausbau aus der Halle auf einem Gelände einer nahegelegenen Zeche eingelagert wurde, was ja Sinn macht (ob dies nun Tatsache war, entzieht sich meiner Kenntnis), einerseits aus Kostengründen und andererseits aus den bekannten Gründen. Warum nun wieder aus Dänemark ein neuer Belag angeliefert wurde, das kann nur Herr Olsen beantworten. Hätte man den Belag fachgerecht eingelagert, wäre dieses Desaster allen Beteiligten erspart geblieben!
Generell kann man davon ausgehen, dass die Truppe um Herrn Olsen weiß, wie man einen Belag einbaut und was dabei zu beachten ist. Der Belag hätte auf jeden Fall entweder viel eher angeliefert oder aber einfach so transportiert werden müssen, dass er weitgehend trocken bleibt. Schließlich gibt es ja Planen, um Lkws oder Frachtkähne abzudecken!
Dass man das Angebot des Hallenbetreibers abgelehnt hat, den GP eine Woche später auszutragen, die Verhandlungen mit Bydgoszcz sowie der nun im Verantstaltungskalender aufgenommene GP in Vojens (Betreiber Herr Olsen!) – all diese Punkte werfen ein sehr schlechtes Licht auf die Entscheidungen von Herrn Olsen, BSI und IMG, ohne eine weitere Wertung vornehmen zu wollen. Hier entsteht schon der starke Verdacht, dass der Schalke-GP so schnell wie möglich aus dem Kalender gekippt werden sollte – leider. Wenn ich da an 2007 denke – die Veranstaltung war schon eine Klasse für sich.
Leid tut es mir nur um uns Fans und vor allem um diejenigen, die viele Kilometer gefahren oder geflogen sind und somit hohe Kosten hatten.
Dietmar Ziegler, Am Honigberg 7, 36041 Fulda

Sprachlos
Dass das unsägliche Schalke-Desaster von Ihnen, wie übrigens auch von mir, schonungslos gegeißelt wurde, war ohne Frage berechtigt und angebracht. Da allerdings in der Vergangenheit regelmäßig Äußerungen seitens Herrn Schiffner, welche immer schon erkennen ließen, dass jener sich nie besonders für das Speedway-GP-System erwärmen konnte, zu bemerken waren, erwartete ich die BSA-Dezember-Ausgabe bereits mit einem gewissermaßen „unguten Gefühl“.
Was ich dann allerdings aus dem mit Blickwinkel eines „Speedway-Bevorzugenden“ schon gefürchteten Editorial entnehmen musste, verschlug mir zunächst einmal absolut die Sprache! Da fragt eine Bahnsport-Fachzeitschrift, welche sich einst sogar als in Europa führendes Blatt dieses Motorsports bezeichnete, tatsächlich, ob man zuguns-ten des am Boden liegenden Langbahnsports die Berichterstattung über den Speedway-GP zu kürzen oder bis auf die Ergebnislisten sogar einstellen soll! Ich kann’s nicht glauben! Eine derartig einseitige Sicht des Verlages ist für mich nicht akzeptabel. Auch ich weiß, dass es um den Speedway-GP in Deutschland auf absehbare Zeit schlecht bestellt sein wird, aber sollen neben mir tausende andere Speedwayfans auch noch für die Fehler anderer (namentlich Herr Olsen) bestraft werden?
Natürlich hat der Langbahnsport mehr Aufmerksamkeit verdient als im Moment, aber dafür muss er erst einmal die Qualität wiedererlangen, die er früher einmal vorzuweisen hatte! Auch wenn hier zur Rechtfertigung einer verstärkten Berichterstattung das Argument der größeren Anzahl deutscher Teilnehmer aufgeführt wird, so bitte ich zu bedenken, dass der Bahnsport ein internationaler Sport ist! Auch wenn der Vergleich hinkt: Stellen Sie sich die Formel 1 ohne deutsche Fahrer vor und die Medien berichten stattdessen lieber über Stoppelcrossrennen mit vorwiegend deutscher Beteiligung – undenkbar!
Ich weiß, dass es vor allem in den alten Bundesländern noch viele Langbahnfans gibt, aber glauben Sie mir, z.B. bei uns in Mecklenburg-Vorpommern interessiert sich absolut fast niemand mehr für diese Variante des Bahnsports. Im Übrigen ist hier, mangels Veranstaltungen und Bahnen, die entsprechende Szene so gut wie gar nicht mehr vorhanden.
Ich möchte nicht falsch verstanden werden: Auch ich habe noch in den 90ern Lang- und Grasbahnrennen besucht und gönne allen Interessierten, dass es in diesem Bereich wieder bergauf geht. Fest steht aber auch, das Maß aller Dinge im Bahnsport, wenn leider auch nicht in Deutschland, ist der Speedway-GP. Auch mir persönlich gefallen nicht alle Dinge in dessen Umfeld. Aber zu behaupten, dieser sei – bei aller Peinlichkeit von Gelsenkirchen – auch außerhalb Deutschlands „gescheitert“ und dann die niedrigsten Zuschauerzahlen der GP-Saison, aus dem Zusammenhang gerissen, aufzulisten, ist zu billig! Dann solle man bitte auch erwähnen, dass z.B. die für den Fan durchaus nicht billigen GP von Dänemark und Großbritannien jährlich mehr Fans anlocken! 30.000 bis 45.000 Zuschauer – vor Einführung des GP war das lange Zeit undenkbar, von der für diesen Sport enormen Medienpräsenz ganz abgesehen.
Ich und weitere hunderte Bahnsportfans aus dem Nordosten Deutschlands besuchen – leider mangels Möglichkeiten in der Heimat – regelmäßig die GP in Dänemark, Polen oder Wales. Wir investieren dafür viel Herzblut und vor allem Geld. Deshalb möchten wir uns, ich spreche im Namen vieler mir bekannter Fans, auch zukünftig auf eine angemessene Berichterstattung verlassen können!
Dass die übrigen Medien in Deutschland unseren Sport nicht beachten, können wir am allerwenigsten ändern. Darüber hinaus finde ich, hat Bahnsport aktuell inhaltlich ihre besten Zeiten lange hinter sich. Wo bleiben die Interviews mit den Großen der Szene wie Jason Crump, Hans Andersen, Günther Bauer oder Gerd Riss? Was ist mit interessanten Homestorys und Hintergrundberichten aus den Rennställen der wirklichen Stars? Warum werden die Berichte, mit Ausnahme der meisten WM-Rennen, immer knapper und erschöpfen sich häufig in zwei Absätzen mit Ergebnisliste? Wo sind die Dinge, die Bahnsport aktuell einmal ausgemacht haben? Die Kolumnen von Smoli, Hefe und Co. gehen doch in die richtige Richtung – warum nicht (ausdrücklich von Langbahn-Assen) mehr davon?
Deutschland ist das Langbahnland in Europa und der Speedway-GP gewiss nicht tadellos. Aber, lieber Verlag, wenn sich Bahnsport akutell, als unser einziges mediales Sprachrohr, dem international viel bedeutsameren Speedwaysport verschließt und sich in der eigenen „kleinen Langbahnwelt“ einkuschelt, wird der Bahnsport in unserem Land erst recht eine Randsportart bleiben. Eins sollte doch klar sein: Die Rennen auf der langen Bahn werden außerhalb Deutschlands niemals den Stellenwert des Speedways erreichen! Und das zum Schluss: Die Situation des Bahnsports in Deutschland kann eine Zwei-Klassen-Gesellschaft bei den Fans nicht zulassen! Dafür sollte Bahnsport aktuell einstehen und, auch mit Blick auf die Abo-Preise, allen Sparten die gleiche Aufmerksamkeit zuteil werden lassen.
Arne Buhl, Ludwigslust

Speedway-GP ja
Ich hoffe, dass Bahnsport aktuell weiterhin vom Speedway-GP berichtet, denn der Sport kann ja nichts dafür. Speedway ist auch ohne deutsche Fahrer sehr interessant. Besser wäre, man würde zum Boykott gegen etliche GP aufrufen. Vielleicht würde das manche „Herren“ zum Nachdenken bewegen. Zum Langbahn-GP möchte ich noch sagen: Warum fährt man da nicht mehr nur auf Langbahnen, so wie früher? Es gibt doch eh noch die Grasbahn-EM. Von einer WM kann man da schon lange nicht sprechen.
Siegfried BuchauerLudwig-Thoma-Str. 3, 84513 Töging

Kein Boykott
Wer kommt auf die Idee, den Speedway-GP bzw. BSI zu boykottieren? Ich möchte in BSA natürlich weiterhin in gleicher Form informiert werden. Dass die deutschen Fans ins Leere schauten, ist natürlich traurig, aber man sollte sich über andere Sachen mehr einen Kopf machen oder mal über die schlechte Förderung unseres Sportes durch den DMSB reden oder mal Schiedsrichter Frank Ziegler im Interview fragen, ob er nach seinen gepfiffenen Rennen noch in den Spiegel sehen kann.
Schlechte und ungenaue Berichte stören mich auch. In BSA 12/08 gab es nicht mal eine Saisonnachlese der verschiedenen Sportarten! Dazu kommen falsche Aussagen wie: „Ein neues Stadion in Torun wird im Winter gebaut oder Rzeszow setzt sich durch“. Wenn man das liest, könnte man meinen, dass Rzeszow gegen Gdansk die Relegation gewonnen hätte, aber Rzeszow hat nur das zweite Relegationsrennen gewonnen und ist trotzdem abgestiegen, da Gdansk das erste Rennen höher gewann … wieso einfach, wenn es auch schwer geht! Diese Ausgabe war maximal 60 Cent wert – wie die Bild Zeitung! Enttäuschung pur!
Heiko B., Herxheim (noch Abo-Besitzer)

Schweinerei
Von mir ein eindeutiges Ja zur weiteren Berichterstattung über den Speedway-GP. Für die Schweinerei von Gelsenkirchen können die Fahrer und der Sport nichts. Wir aus Mecklenburg-Vorpommern müssen schon eine sehr eingeschränkte Berichterstattung von unseren Rennen hinnehmen. Warum eigentlich? Es geht doch in der Pressearbeit einer Fachzeitschrift um eine qualifizierte Berichterstattung vom gesamten Geschehen auf unseren Bahnen und in der gesamten Speedwaywelt und nicht nur auf ausgewählten Bahnen, die im Süden Deutschlands liegen.
Hartmut Lehmann

Keine Alternative
Meiner Meinung nach gibt es gar keine Alternative zu einer GP-Berichterstattung wie bisher (wobei diese schon eher dürftig ist). Für eine Fachzeitschrift erscheint mir eine solch populis-tische Frage und ein Leitartikel mit solch unqualifizierten Vergleichen (z. B. Vergleich der Anzahl von Fahrern aus verschiedenen Ländern, wobei einmal von elf, im anderen Fall von 14 Fahrern gesprochen wird, dann elf Rennen in soundsoviel Ländern und fünf Rennen in anderen Ländern?) – absolut unqualifiziert. In der Ausgabe 12/08 ist keine einzige fundierte Zeile wegen der Absage auf Schalke zu lesen, nur diese Frage. In Ausgabe 11/08 werden nur die ausgehängten Zettel, die dort zu lesen waren, zitiert. Keine neuen oder vor allem recherchierten Fakten! Auch ich war Leidtragender des Debakels auf Schalke und finde dieses Verhalten vonseiten des GP-Veranstalters äußerst enttäuschend, aber um solche Fragen zu stellen, sollten sie auch versuchen, Informationen zu liefern, die für den interessierten Fan Aufschlüsse über die Hintergründe liefern.
Ich war in diesem Jahr mit zwei Freundinnen, die bisher erst zwei kleinere bzw. gar keine Speedway- oder Bahnsportrennen gesehen haben, beim GP in Lonigo. Die Begeisterung über die spannenden Rennen war riesig, sodass beide übereinstimmend meinten, sie fahren jederzeit wieder zu einem GP mit und würden sich auch mal ein anderes Rennen anschauen (ohne Klage über die bei einem GP stolzen Preise: „Das war’s wirklich wert!“).
Leider lässt die Hintergrundberichterstattung in Ihrer Zeitung immer mehr zu wünschen übrig. Hier wird in einem Rennbericht aufgezählt, wer in Rennen 1 bis 20 ... Erster, Zweiter, Dritter usw. wurde und das über eine ganz Seite. Über wichtige Prädikatsläufe ist in DER Fachzeitschrift oft nur ein klitzekleiner Artikel von vielleicht 20 Zeilen zu lesen (so z.B. die Berichte über die international hervorragenden Ergebnisse von Christian Hefenbrock mit Rang 3 bei der Junioren-WM oder EM, ich glaube 2006). Dafür wird aber über ein kleines Grasbahnrennen über eine ganze Seite berichtet!?!
Leider war Ihre, meiner Meinung nach, unqualifizierte Frage, ein weiterer Mosaikstein, der mich überlegen lässt, Ihre Zeitung weiterhin mit jeder Ausgabe zu beziehen! Da es andere Medien (auch Printmedien) gibt, wo man ein Ergebnis wirklich aktuell erfährt und nicht zum Teil erst mit vier bis sechs Wochen Verspätung.
Trotz der teils harten Kritik und mit viel Hoffnung auf Besserung der Qualität verbleibe ich mit freundlichen Grüßen
Jochen Unger

Niveaulos
Im Zeitalter des Internet ist eine Zeitung wie BSA nicht für die Übermittlung der Ergebnisse da. Aufgrund guter Berichte, u.a. über den Speedway-GP, habe ich das Abo noch nicht gekündigt. Alleine aber auf die Idee zu so einer Umfrage zu kommen, zeigt, auf welchem Niveau BSA nun steht. Aber gut , es ist sicher Ihre Sache, was Sie drucken und welche Umfragen Sie machen … Ich denke , es gibt noch viele Leser , die sich für Speedway und dann logischerweise auch für den GP interessieren.
Diese Umfrage könnte man auch damit vergleichen: Ich bin Bezirksleiter in einem Lebensmittel-Discounter. Ich mache jetzt eine Umfrage bei meinen Kunden: „ … sollten wir Milch und Butter auslisten – JA/NEIN – oder sollen wir Milchpulver und Magarine weiter im Verkauf behalten …?“ Was meinen Sie wohl , wie die Kunden reagieren würden?!
Ich jedenfalls werde nach so einer unqualifizierten Umfrage, die an Ironie nicht zu übertreffen ist, mein Abo dann wohl kündigen, wie zahlreiche weitere Leser, mit denen ich in der Woche Kontakt hatte. Ach ja, und ändern Sie dann auch bitte auf der Titelseite die Reihenfolge ab: Langbahn … Speedway. Ich hatte gerade durch Überzeugungsarbeit einen Leser für Sie gewonnen, darüber ärgere ich mich immer noch.
Ein Frohes Weihnachtsfest,
Sebastian Mischok, www.sm-racing.org

Abo überdenken
Seit vielen, vielen Jahren abonniere ich BSA. Nach der letzten Ausgabe (12/08) werde ich mein Abo nun ganz neu überdenken! Mein Interesse am Bahnsport geht eindeutig zum Eisspeedway und Speedway. Seit Jahren beobachte ich, wie ein Thomas Schiffner versucht, den Speedway-GP schlechtzuschreiben. Da muss man natürlich auch mal zwischen den Zeilen lesen können! Es hat mich bisher nur wenig geärgert, doch die letzte Ausgabe grenzt schon an absolute Frechheit. Bis zur Seite 9 wird in fast jedem Bericht – natürlich nur die von Thomas Schiffner – dermaßen über den SGP hergezogen, dass man sich nur wundern kann. Die Antwort bzw. der Höhepunkt dieser Anspielungen (natürlich negative) findet man dann ja auf Seite 9 unten! Die Leser-Umfrage … Echt, mir fehlten die Worte. Ich kann es auch bis heute noch nicht richtig begreifen, warum man so eine Umfrage startet …? Ich werde natürlich für das obere Kästchen stimmen (gleichbleibende SGP-Berichterstattung). Ich möchte dazu noch vermerken, dass ich mit den übrigen Mitarbeitern, die über den SGP berichten, zufrieden bin ( z.B. Georg Dobes).
Peter Plagemann, Lange Str. 75 a, Goldberg

Weiter so
Obwohl kein deutscher Fahrer im Speedway-GP ist, möchte ich auf eure sehr gute Berichterstattung nicht verzichten (Respekt)! Macht weiter so, euer Heft ist super.
Thomas Ritzel, Alte Plattlinger Str. 16, 9527 Tabatshausen
PS: Was da auf Schalke passiert ist, war eine echte Sauerei.

Zwei Seiten
Stellungnahme zu Ihrer Aktion bezüglich der Berichterstattung zum Speedway-GP!
Ich sehe das von zwei Seiten: 1. Natürlich haben wir alle das Desaster von Schalke am 11.10.2008 im Kopf – auch ich saß mit etlichen anderen im Bus auf dem Weg dorthin und ich hatte, wie alle anderen auch, einen „dicken Hals“, als wir nach wenigen Kilometern per Handy von der Schalke-Absage erfuhren! Über die Gründe wurde schon überall heiß diskutiert! Meine Meinung: Die Sache mit dem nassen Bahnbelag war ein Ammenmärchen, das man besser in „Wolkenkuckucksheim“ verkündet hätte! Die Wahrheit liegt wohl eher im Bereich der Finanzen: Die Arena ist wohl zu teuer geworden und die Promoterfirma Benfield will wohl nicht zugeben, dass sie an ihre finanziellen Grenzen gestoßen ist! Alleine schon die Politik von Olsen und Co.: Man will in große Stadien und Städte gehen. Meine Herren, sind denn Krsko/Slowenien, Lonigo und jetzt Terenzano/Italien Millionenstädte, wo bei den Grand Prix 30.000 bis 40.000 Zuschauer den Rennen beiwohnen? Da waren ja beim Langbahn-GP in Vechta noch viel mehr Zuschauer! Anscheinend haben die Verantwortlichen von FIM, BSI sowie Olsen und Co. in Geographie nicht aufgepasst!?
Nun zu Punkt 2, meinem eigentlichen Anliegen: Sind Sie sicher, dass Sie jetzt alles in einen Topf werfen wollen und auf die Berichterstattung der Speedway-GP verzichten wollen! Das kann doch nicht richtig sein. Das wäre doch eine Art „Schuss vor den Bug“ für alle Speedwayfans! Denken Sie doch nur mal an die aufstrebenden Topfahrer Tobias Kroner, Christian Hefenbrock, Martin Smolinski und eventuell noch Kevin Wölbert! Stellen Sie sich vor, einer von ihnen schafft es in den
nächsten Jahren in den Grand Prix (dieses Ziel hat Tobias Kroner erst in der letzten Ausgabe von Motorsport Aktuell eindeutig fokussiert). Dann haben Sie ein oder zwei Jahre die Speedway-GP-Berichterstattung ausgesetzt und fangen dann erst wieder an, wenn ein Deutscher dabei ist! Das wäre schade und meiner Meinung nach Unfug! Es gab seit der Einführung des Speedway-GP keinen deutschen GP-Piloten und trotzdem wurde immer darüber berichtet! Und warum? Weil Speedway die Königsdisziplin ist und bleibt. Bitte trennen Sie nicht Speedway- und Langbahn-GP voneinander! Und zum Abschluss noch ein Wunsch, den hoffentlich ein FIM- oder DMSB-Verantwortlicher liest: Wenn man in kroatischen oder italienischen „Kuhdörfern“ einen Grand Prix fahren kann, dann geht das auch in Deutschland: In Ostfriesland gibt es einen Ort namens Norden und vor den Toren dieser Stadt steht das Motodrom Halbemond, das über 40.000 Zuschauern Platz bietet und nur auf solch einen Einsatz wartet!
Ach ja, Herr Olsen und Herr Postlethwaite von BSI. Am 29.8.2009 gibt es einen zweiten dänischen GP von Vojens! Zwar ein sehr eloquentes Stadion für diesen Sport, aber so eine Riesenstadt ist Vojens auch nicht! Auch das ist eventuell ein Zeichen dafür, dass man in einigen Jahren aus dem teuren Parken-Stadion Kopenhagen zurückkehrt in das beschauliche und günstigere Vojens!
Fazit: Speedway ist keine Formel 1! Leider! Und außer in Polen, England, Dänemark und eventuell noch Schweden ist dieser so attraktive Sport an seine finanziellen Grenzen gestoßen, was auch die Fans in unserem Lande am 11.10.2008 in Form eines „zu nassen Bahnbelags“ zu spüren bekommen haben!
In diesem Sinne: Frohe Weihnachten und ein gesundes Jahr 2009 mit Speedway-Grand-Prix!
André Duda, Kennedystr. 25, 26129 Oldenburg

Bestürzung
Ich bin ein treuer Leser Ihrer Zeitschrift, da in unserer Region nicht über Bahnsport berichtet wird. Um Missverständnissen vorzubeugen: Ich bin sehr gern Abonnent und Leser von BSA, doch dass Sie es überhaupt in Betracht ziehen, eventuell auf die SGP-Berichterstattung zu verzichten bzw. auf ein Minimum zu reduzieren, bestürzt mich sehr. Was ich jetzt schreibe, würde mir in der Umsetzung sehr weh tun. Sollte BSA die Berichterstattung über den SGP-Zirkus weglassen bzw. reduzieren, werde ich als erste Amtshandlung mein Abo kündigen. Vielleicht würde Ihnen eine Kündigung nicht weh tun, mir aber umso mehr.
Es hat nicht jeder die Möglichkeit, SGP live zu sehen und es ist auch nicht jeder Internet-verliebt. Die Berichte von Georg Dobes, den ich persönlich kenne und schätze, sind absolute Klasse und sehr lesenswert und informativ. Daher bitte weiter so. Ich möchte noch lange, lange BSA lesen.
Thomas Nanjoks, R.-Kinan-Str. 4, 22926 Ahrensburg

Falscher Ansatz
Auch wir waren zum Schalke-GP angereist und haben uns total geärgert. Aber jetzt nur noch eine Ergebnismeldung vom Speedway-GP in Ihrer Zeitung zu drucken, wäre mit Sicherheit falsch. Denn es gibt auch viele Leser, die Fans ausländischer Fahrer sind und dass es keinen Deutschland-GP mehr gibt, ist ja nichts Neues für die deutschen Zuschauer. Also sollte die einzige Fachzeitschrift für Bahnsport in Deutschland auch im gleichen Umfang wie bisher, über ihre Königsdisziplinen berichten. Wenn wir die Speedwaystars schon nicht live sehen können, dann doch wenigstens in Bahnsport aktuell.
Jörg Dickwisch, Asenburgstr. 36, 32105 Bad Salzuflen

Schwarzes Jahr
Ich kann diese „Leser-Umfrage“ leider nicht ganz nachvollziehen und bin mir nicht sicher, Ihr Anliegen richtig verstanden zu haben. Wenn doch, was ist das für eine seltsame und kaputte Einstellung Ihres Verlags, die ernsthaft überlegt, nicht mehr über den GP, den höchsten Event in unserem Sport zu berichten? Ohne deutsche Beteiligung keine Berichterstattung … wirklich sehr konsequent, intelligent und sehr sportlich! Natürlich war das Jahr 2008 ein schwarzes Jahr von den Leistungen unserer Fahrer bis zu den skandalösen Vorgängen um den Deutschland-Grand-Prix.
Dennoch: Ich möchte die GP-Berichterstattung in 2009 in gleichem Umfang haben wie bisher (pro Grand-Prix-Rennen den Bericht, die Resultate, die Kommentare und Statements der Fahrer und natürlich die Fotos über zwei und gerne auch über mehr Seiten).
Meine kurze Begründung: Ich möchte auf den frei werdenden Seiten nicht noch mehr Kolumnen von solch großspurigen Fahrern wie Smolinski lesen, der laut letzter Veröffentlichung „jetzt weiß, wo er steht“ … und es interessiert mich nicht die Bohne, welche „Feiern“ er noch vor sich hat und ob er an irgendwelchen nichtssagenden Jahrmarktrennen in den USA teilnehmen durfte • Ich möchte ebenso wenig Berichte von NBM-Ehrungen über zwei Seiten und Ausführungen über eine dortige, erneute Kapellenverpflichtung statt DJ lesen.
Der Speedway-GP ist, was die Vermarktung und den gebotenen Sport betrifft, nun mal der Mega-Event und da überlegt man ernsthaft, ob man darüber nicht mehr berichten will? Unfassbar!
Ich habe leider auch enttäuscht vor der Veltins-arena gestanden und mein Ärger war sicher auch groß. Trotzdem möchte ich von einer kompetenten, deutschen und wieder teurer gewordenen Fachzeitschrift erst recht über die „Krone“ im Speedway informiert werden. Sollte sich die Mehrheit dagegen entscheiden und ihr Haus „verständnisvoll“ den weiteren Abwärtstrend damit beschleunigen, bedanke ich mich jetzt schon für die schönen Jahre spannender und guter Berichterstattung (… na gut, nicht durchweg, denn es gab ja auch schon lustige Erweiterungen des angebotenen Lesestoffs in Richtung Dirt Track)!
Meine Kündigung des Abos werde ich in diesem Falle umgehend nachreichen, denn Sie haben Recht, man kann alles im Internet nachlesen – auch die hochinteressanten „Top-News“ zur NBM-Ehrung (… wurde sicher sehr oft angeklickt!).
Hochachtungsvoll …
und ein schönes Weihnachtsfest
Thomas Horn

Aprilscherz?
Als langjähriger Abonnent Ihrer Zeitschrift Bahn-sport aktuell (ich glaube seit 1985) halte ich Ihre Leserumfrage in Heft 12/08 für einen verspäteten Aprilscherz. Für mich unverständlich. Als einzige Fachzeitschrift im Bereich Bahnsport ziehen Sie es wirklich in Erwägung, die Berichterstattung zum Speedway-GP aus Ihrer Zeitschrift zu streichen? Für mich unverständlich. Den frei gewordenen Platz wollen Sie anderen uninteressanten Kartoffelackerrennen widmen. Für mich unverständlich. Ich als Bahnsportfan möchte gerade über die Königsdisziplin Speedway-GP informiert werden. Ich hoffe, dass viele Bahnsportfans auch so denken. Sollte es trotzdem dazu kommen, dass der Speedway-GP aus Ihrer Zeitschrift verbannt wird, werde ich es in Erwägung ziehen, mein langjähriges Abo zu kündigen. Ein empörter Speedwayfan.
Horst Nilsson, Rehwinkel 5, 25474 Ellerbek

Weiter so
Nur weil die Speedway-Grand-Prix-Veranstaltung in Deutschland nicht richtig in Fahrt kommt, wäre es schade, deswegen nur noch spärlich darüber zu berichten. Gut finde ich jedoch die Anstrengungen und den Journalismus, um an detaillierte Informationen zu gelangen! Dafür gibt es ja schließlich die Presse(freiheit). Macht weiter so.
Christian Döring, Saalfelder Str. 2, 90765 Fürth

Mehr Hintergrund
BSA 11/08 hat mich bewogen, nun doch ein paar Zeilen zu schreiben. Kritisieren oder bedauern manche Zeitgenossen den Zustand des Bahnsports, dann empfehle ich immer ein Nachblättern in Bahnsport aktuell bzw. Bahnsport Report und da dürfte jedem klar werden, wie es so kommen konnte und zwangsläufig musste. Aber jetzt geht es um die Zukunft.
Thema Langbahn: Seien wir mal ehrlich, hier spielt sich doch alles am Start ab, vielleicht zählen noch die Startkurve und 200 Meter auf der Gerade – das war’s. Zugegebenermaßen ist es ein schwieriges Unterfangen, Lösungen zu finden, welche wieder attraktive Durchgänge ähnlich den der 60er oder 70er Jahre aufkommen lassen.
Thema Speedway: Außer einem Wack Hofmeis-ter, Hans Wassermann, Christoph Betzl und natürlich Egon Müller hat sich, was deutsche Fahrerpersönlichkeiten anbelangt, nichts mehr getan. Neueste Initiativen der Jugendförderung lassen Hoffnung aufkommen, nachdem man Jahrzehnte nichts getan hat.
Thema personelle Vertretung des Bahnsports in nationalen und internationalen Gremien: Da es sich meines Erachtens um eine Schlüsselposition für den Sport auf deutschen Bahnen handelt, müsste endlich eine starke Persönlichkeit Sorge tragen können, dass Beschlüsse nicht so oft am deutschen Bahnsport vorbei abgesegnet werden. Die Herren finden sich stets in exotischen Ländern zu ihren Tagungen ein. Leider kamen von dort in nicht mehr überraschender Regelmäßigkeit Neuerungen und besonders Regeländerungen heraus, welche nur mehr Kopfschütteln hervorriefen. Zwingende Reglement-Änderungen während der laufenden Saison waren die Folge. Keine Hilfe, sondern das Gegenteil war das Ergebnis, wie man zwischenzeitlich weiß.
Fazit: So lange nicht jemand auf die Bühne geht und alle an einen Tisch bzw. unter einen Hut bringt, wird national weiter gewurschtelt bis zum Ende. Und wenn international Leute wie Ole Olsen und Co. das Sagen und die Handlungsfreiheiten haben (ich möchte mich hier nicht weiter auslassen), sehe ich selbst für den noch halbwegs funktionierenden Speedway-sport schwarz. Der Deutschland-GP in Schalke passt genau in dieses Bild. Der Flurschaden für diesen Sport hier dürfte sehr groß sein. Wie sollten unter diesen Umständen öffentlich-rechtliche Medien für diesen Sport Interesse zeigen.
Mein Wunsch – berichtet nach wie vor in dieser Qualität, mit einer Kürzung der GP-Berichterstattung zugunsten der nationalen Veranstaltungen mit etwas mehr Hintergrund, wie es eigentlich schon einmal war.
Bei alldem blicken wir trotzdem positiv einer hoffentlich guten und spannenden Saison 2009 entgegen. Bis dahin verbleibe ich mit sportlichen Grüßen und Wünschen für eine fröhliche Weihnacht und einen guten Rutsch ins neue Jahr.
Franz Walk, Harsdörferstr. 7a, 81669 München

Wertloser Titel
Ich bin schon seit 1952 Bahnsportfan. Davon, was ich in den 60er, 70er und 80er Jahren erlebt habe, kann man heute leider nur noch träumen. Zu dieser Zeit gab es halt viele Spitzenfahrer. Der Speedway-GP ohne deutsche Fahrer ist für mich wertlos. Die Krönung des Speedwaysports war das Tagesfinale im Wembleystadion. Zur Langbahn-WM möchte ich sagen, dass der jetzige Modus abgeschafft gehört, solange es keine gleichwertigen Fahrer mehr gibt. Ein Tagesfinale wäre für den Fan und für den Veranstalter wieder viel interessanter. Ich war immer ein Fan von Gerd Riss und bin es auch noch, aber die letzten beiden WM-Titel finde ich fast wertlos (keine ernsthafte Konkurrenz). Ich möchte aber trotzdem vielen Bahnsportlern ein großes Lob für ihre guten Leistungen aussprechen. Schon wegen der meistens überhöhten Eintrittspreise werde ich mir in Zukunft nur noch in der nächs-ten Umgebung ein paar Rennen anschauen.
Alfons Brunner, Karl-Valentin-Str. 20, 82152 Planegg

Großes Lob
Ich bin ein sehr begeisteter Speedwayfan und auch ein sehr begeisteter Bahnsport-aktuell-Leser! Wirklich großes Lob, sie ist jeden Cent wert. Nun zu der Umfrage Speedway-GP ja oder nein!?!? Ich kann nicht ganz nachvollziehen, warum jetzt so auf dem Speedway-GP rumgehackt wird, denn der kann ja nun wiklich nichts dafür! Die Einzigen, die zu dämlich sind, sind die Verantwortlichen und die kratzt das bestimmt wenig, ob der GP in der Zeitung steht oder nicht.
Ich finde, man sollte alles tun, um den Sport populärer zu machen und dazu gehört auch, alles über den Sport zu veröffentlichen und die WM ist nun einmal das Größte, was der Speedway-sport zu bieten hat! Ich finde, es sollte ein Kompromiss gefunden werden: Speedway-GP ja, natürlich auch mit Bildern! Aber auch mehr Regionales sollte berücksichtigt werden. Das ist auch ein wichtiger Punkt, denn nichts schmeichelt einem Fan mehr, als wenn von seinem Lieblingsverein ein schöner Artikel in der Zeitung steht! Also, macht weiter so, Ihr seid Klasse.
Felix Steinbrink

Speedway-Mafia
Ich bin seit 1972 Abonnent Ihrer Zeitung und habe bis heute über 60 verschiedene Rennstrecken und zirka 260 Langbahnrennen besucht und bilde mir daher ein, mich ein wenig auszukennen. Ich möchte zu Olsen und Konsorten nur eins sagen: Ole Olsen hat schon zu seiner aktiven Zeit gegen Deutschland und deutsche Fahrer intrigiert, ist an Sonntagen nur nach Deutschland zu den Langbahnrennen zum Abkassieren gekommen und hat selten Leistung gezeigt. Es gehört schon etwas mehr dazu, auf einer Grasbahn einen Schnitt von 130 km/h oder mehr zu fahren, als auf einer Speedway-Betonbahn etwas Akrobatik vorzuführen, ganz zu schweigen von so manchem Seitenwagen-Krimi. Mir kann die ganze Speedway-GP-Mafia gestohlen bleiben, das heißt, von mir aus können Sie die Berichterstattung darüber ganz einstellen. Klaus Kleine-Puppendahl, Langenbochumer Str. 42, 45770 Marl

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