BSA 09/09
Die gute alte Zeit
Keine Angst: Hier kommt kein Abgesang auf die angeblich in jeder Hinsicht bessere Vergangenheit, in der die Zeiten schöner, die Rennen spannender, die Fahrer weniger wehleidig und überhaupt alles besser war.
Aber anders war schon vieles vor 30, 40 oder 50 Jahren: Da gab es zum Beispiel Fahrer, die nahmen beim Grasbahnrennen in der Klasse bis 350 ccm und in der 500er Klasse teil. Oder Gespannpiloten, die fuhren in der 500er und in der 750-ccm-Klasse. Und die Rennen gingen nicht über vier, sondern über acht oder zwölf Runden ...
Da gab es einen Albert Stickl, der fuhr diesen Sonntag auf der Sandbahn, am nächsten Speedway und im nächsten Winter Eisspeedway. Ein gewisser Hans Siegl machte das gleiche und zwar in allen drei Disziplinen auf Weltklasseniveau!
Vor Egon Müller war Manfred Poschenrieder das Aushängeschild des deutschen Bahnsports und der Kemptener stand jedes Jahr im Sandbahn-EM-(später WM)Finale und war Leitwolf der deutschen Speedway-Nationalmannschaft.
Alois Wiesböck war Jahr für Jahr der Erzkontrahent von Egon Müller in der Langbahn-WM und der Sandbahnspezialist stand 1979 im Speedway-Weltfinale – zusammen mit seinem Sandbahn-Kollegen Christoph Betzl.
Egon Müller, nach Meinung von Ivan Mauger der „beste Grasbahnfahrer aller Zeiten“, war bekanntlich 1982 Speedwayweltmeister. 1981 in Olching wurde Deutschland Dritter der (Speedway-)Team-WM mit den Langbahnfahrern Müller, Maier, Gilgenreiner, Wiesböck und Allroundtalent Georg Hack.
Freilich fuhr (mit ganz wenigen Ausnahmen) keiner der Genannten in englischer, polnischer, dänischer oder schwedischer Liga. Aber warum eigentlich sollte ein Martin Smolinski im Jahr 2009 nicht donnerstags in Schweden, samstags in der Bundesliga und sonntags auf der Langbahn fahren? Auch ein Matten Kröger, Stephan Katt und Richard Speiser haben bewiesen, dass es funktioniert. Deshalb sollte man Smolinski nicht als „Speedway-Auslaufmodell“ abqualifizieren, sondern applaudieren, wenn er tatsächlich beim Speedway-GP-Challenge (18.9.), Speedway-DM-Finale Landshut (19.9.) und Langbahn-DM-Finale in Mühldorf (20.9.) ans Band rollt.
Ich freu’ mich d’rauf!
• Thomas Schiffner
Inhalt
|
|
|
|
WM: GP 6 Daugavpils/LV 6 WM: GP 7 Malilla/S 9 EM: SF 3 Gorican/KRO + Finale Togliatti/RUS + Junioren-Team-Finale Holsted/DK + Jugend.-Europacup 80 ccm Vissenbjerg/DK 12 Bundesliga: Landshut + Güstrow + Brokstedt + Jun.-DM Abensberg 14 Kolumne Tobias Kroner 16 |
WM: F3 Herxheim/D 18 WM Team: Eenrum/NL 20 Werlte 22 |
|
|
|
|
Angenrod 28 EM: SF 3 Hertingen 24 Langbahnpokal: Bräunlingen 26 EM: Jugend Gold Trophäe 125 ccm Tayac/F 27 EM: Seitenwagen SF 2 Melsungen/D 28 Nandlstadt 30 Willing 32 |
|
|
|
|
|
People & Facts 4 International 33 Vorschau Vechta 42 Vorschau Landshut/Mühldorf/ Pfarrkirchen 43 Vorschauen allgemein 44 Bazar 45 Termine/Letzte Meldungen/Notizen/ Leserbriefe/Impressum 46 |



